Willkommen bei Pflege im Quartier

Information, Versorgung und Teilhabe optimieren durch den Ausbau realer Strukturen verknüpft mit dem Aufbau einer digitalen Pflegeplattform.


Wir leben in einer älter werdenden Gesellschaft. Bis 2030 wird jeder dritte Deutsche älter als 60 Jahre sein. Der demographische Wandel führt zu einem stetig wachsenden Bedarf an pflegerischer Unterstützung über alle Phasen der Versorgung hinweg: von eigenen Zuhause bis zur Aufnahme in eine stationäre Einrichtung. Gleichzeitig nimmt bei Angehörigen und Betroffenen der Informationsbedarf über alle Pflegegrade zu, zum Beispiel nach qualifizierter Pflegeberatung über Pflegegrade hinweg bis hin zu Anleitungen für Hilfen zuhause. Ansatz von PiQ ist es, die quartiersbezogene Versorgung zu verbessern und auszubauen. Dazu werden reale und digitale Strukturen aufgebaut und miteinander verbunden.

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Aktuelle Informationen:

Einladung zur Abschlusskonferenz
Sehr geehrte Damen und Herren, das Forschungsprojekt Pflege im Quartier geht nach drei Jahren zu Ende. Und es stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Diese Frage möchten wir am 27. März 2019 beantworten und mit Ihnen in spannenden Workshops diskutieren. Darüber hinaus freuen wir uns auf interessante Gastbeiträge. Die Konferenz findet ab 14 Uhr im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstraße 14, in 45886 Gelsenkirchen statt. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei! Um sich anzumelden senden Sie uns bitte eine E-Mail an: info[at]pflege-im-quartier.de Wir freuen uns auf Sie! Matthias Becker Projektkoordinator  
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Pflege im Quartier: Einladung zur Jahreskonferenz am 07. November 2018
Sehr geehrte Damen und Herren,

das im Jahr 2016 gestartete EU-Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Pflege im Quartier“ (PiQ) will, mit exemplarischem Bezug auf die Stadt Gelsenkirchen, die Situation insbesondere der häuslichen (ambulanten) Versorgung Älterer verbessern – real wie digital.

Im Juni 2018 hat das Projekt ca. 900 Akteure in Gelsenkirchen nach ihrer Einschätzung der Pflegesituation in Gelsenkirchen befragt. Die Ergebnisse hierzu, die Einblick in die (vor)-pflegerische und medizinische Versorgungssituation der Stadt geben, werden auf der PIQ-Jahreskonferenz 2018 erstmals präsentiert. Die Perspektiven verschiedener Leistungserbringer (Pflegedienste, Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte etc.) sind mit dieser stadtweiten Befragung ermittelt worden. Daneben sind in intensiven Gesprächen mit Betroffenen (pflegende Angehörige, Pflegebedürftige) u.a. Pflegebedarfe bzw. Versorgungslücken deutlich geworden. Auch hierüber werden wir auf der Konferenz berichten. Flankierend haben wir in Fachdiskussionen zur Pflegeberatung in Gelsenkirchen mit den Beteiligten an Verbesserungen der Versorgung gearbeitet – ganz besonders im Hinblick auf Übergänge und Schnittstellen. Alle Erkenntnisse zusammengenommen bilden die Grundlage für den Aufbau der neuen digitalen Pflege-Plattform, die Betroffene und Professionelle zur Verbesserung der Versorgung im Quartier und zur selbstbestimmten Gestaltung ihrer jeweiligen Lebenssituation zukünftig nutzen können.

Wir freuen uns sehr darauf Ihnen, zudem auch den Prototypen der neuen Plattform im Rahmen der Jahrestagung einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Konferenz findet am Mittwoch, 7. November 2018 von 14.30 Uhr bis ca. 18.00 Uhr im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstraße 14, in 45886 Gelsenkirchen statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch.

Mit herzlichem Gruß Matthias Becker Um sich anzumelden senden Sie uns bitte eine E-Mail an: info@pflege-im-quartier.de
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3. Fachdiskussion Pflegeberatung in Gelsenkirchen am 09.02.2018
Um die Versorgungsstrukturen in Gelsenkirchen zu verbessern, beschäftigt sich das Projekt „Pflege im Quartier“ unter anderem intensiv mit Beratungsangeboten für Menschen mit Pflegebedarf und deren Angehörigen, denn zentrale Aussage vieler Studien ist: Wenn eine Beratung stattfindet, empfindet der/die Ratsuchende dies als hilfreich und stellt eine Verbesserung der Pflegesituation fest. Für einige jedoch stellt die Inanspruchnahme eine oft durch Informationsdefizite hervorgerufene Hürde dar (z.B. Böttcher et al. 2013; Schmidt, Schneekloth, 2011; Heinrich et al. 2013). Dabei besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Wissen über die eigenen Leistungsansprüche und der bedürfnis- und bedarfsgerechten Versorgung im häuslichen Kontext! Jedoch fühlen sich 63% der Befragten einer Studie mit persönlicher Pflegeerfahrung in Bezug auf Ihre Leistungsansprüche (sehr) schlecht informiert. 59% der Befragten ist der Anspruch auf individuelle, unabhängige und kostenlose Beratung im Pflegefall unbekannt und nur 25% der Befragten gaben an, eine auf das Thema Pflege spezialisierte wohnortnahe Beratungsstelle zu kennen (Büscher, Oetting-Roß, 2016). Dieser Sachverhalt wurde als Anlass genommen, um Akteure der Pflegeberatungslandschaft Gelsenkirchens einzuladen und sich über Herausforderungen und Gelingen der Pflegeberatung auszutauschen. Am 09.02.2018 trafen sich schon zum dritten Mal mehr als 22 Teilnehmende aus der Pflegeberatungslandschaft, der FH Dortmund, des Generationennetzes, des APD Ambulanter Pflegedienst und des BiG Bildungsinstitut im Gesundheitswesen im Hans-Sachs-Haus zur „Fachdiskussion Pflege im Quartier“ und konnten an bereits vorgegangene Gespräche anknüpfen. Zu der Diskussion wurde Herr Prof. Dr. Hugo Mennemann von der Fachhochschule Münster eingeladen, der in einem Fachvortrag die Voraussetzungen für Case Management und Netzwerkarbeit in der Kommune erläuterte. In der anschließenden Diskussion des Vortrags wurden verschiedene Aspekte und Einflussfaktoren für die Vernetzung deutlich. Entscheidende Voraussetzung für wirksame Netzwerkarbeit ist, dass die einzelnen Akteure für sich eindeutige Ziele an die Netzwerkarbeit stellen und die eigenen Interessen transparent machen. Ohne eine gemeinsame Zielvereinbarung, habe man keinen Maßstab, um zu prüfen, ob man auf dem richtigen Weg sei. Als Handlungsbedarf für Vernetzung in Gelsenkirchen sahen die Teilnehmenden die Schnittstellengestaltung zwischen Krankenhaus, Pflegeberatung, Hausarzt, ambulanter und stationärer Pflege. Insbesondere bei der Überleitung von demenzkranken Menschen gibt es einen großen Optimierungsbedarf. Es wurde vereinbart, dass PiQ für die 4. Fachdiskussion am 12.04.2018 die Mitarbeitenden und Verantwortlichen des Entlassmanagements und des Sozialdienstes der Gelsenkirchener Krankenhäuser einlädt, um Handlungsoptionen für eine Verbesserung der Schnittstellenarbeit zu besprechen und wie PiQ hierbei unterstützen könnte. Fachvortrag von Prof. Mennemann zum Thema "Case Management Netzwerkarbeit" zum Download Quellen:   Böttcher, S.; Buchwald, C. & Kohte, W. (2013). Evaluation zum Konzept der Vernetzten Pflegeberatung im Land Sachsen-Anhalt. Magdeburg: Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt.   Büscher, A. & Oetting-Roß, C. (2016). ZQP- Perspektivenwerkstatt Qualität in der Häuslichen Pflege - Potentiale von Beratung und Schulung. Zentrum für Qualität in der Pflege.   Heinrich, S.; Nickel, W. & Brähler, E. (2013). Pflegeberatung aus Sicht ratsuchender Bürgerinnen und Bürger. (D. Z. Altersfragen, Hrsg.) Informationsdienst Altersfragen, 3- 10.   Schneekloth, U. & Schmidt, M. (2011). Abschlussbericht Wirkungen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes. Berlin: Bundesministerium für Gesundheit.
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Wesentliche Basis einer integrierten Versorgung ist ein Netzwerk aller Akteure, über welches aktiv ein adäquater Informationsaustausch betrieben werden kann. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft ermöglicht die digitale Unterstützung solcher Vernetzungs- und Kommunikationsprozesse auch schwer erreichbaren Gruppen wie pflegenden, berufstätigen Angehörigen oder Immobilen eine Nutzung und Mitgestaltung der Netzwerke. Durch diese digitale Unterstützung werden Vernetzungs- und Kommunikationsprozesse transparent gemacht und lassen sich für alle Beteiligten effizienter gestalten.

Die Quartiere

Für die Umsetzung ausgewählt wurden die Quartiere Buer-Ost, Bulmke-Hüllen, Schaffrath/Rosenhügel und Schalke. Sie sind in Bezug auf ihre soziodemographische Zusammensetzung sehr unterschiedlich. So lässt sich gezielt und sach- gerecht ermitteln, welchen Einfluss die verschiedenartige Zusammensetzung der Bevölkerung auf den Umgang mit und Anforderungen an eine digitale Pflegeplattform hat.

Der „mobile Wegweiser“ vereinfacht die Benutzung von mobilen Telefonen (Smartphones). Er bietet direkten Zugriff auf wichtige Informationen der Pflegeplattform. Ein eigenes Notrufsystem und Mitteilungen verstärken das Gefühl von Sicherheit im mobilen All- tag. Der digitale Assistent ist jederzeit erweiterbar. Weitere APPs lassen sich direkt aus dem „mobilen Wegweiser“ heraus starten.